Parvovirose

Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die das Abwehrsystem und vorzugsweise junge oder geschwächte Tiere befällt. Auch geimpfte Tiere können bei schwacher Abwehrlage erkranken.

Massives Erbrechen und oft blutiger Durchfall sind die Hauptsymptome. Die Behandlung ist sehr schwierig und oft erfolglos.

Die Inkubationszeit beträgt 2 – 3 Tage und 4 – 7 Tage, bis klinische Symptome auftreten.


Der perakute Verlauf führt innerhalb von 24 Stunden zum Tod des Tieres.

  • Dies ist vor allem bei den Welpen der Fall, denen Abwehrstoffe der Mutter fehlen.
  • Dabei greift das Virus den Herzmuskel an und verursacht eine Entzündung.
  • Diese führt zur Ansammlung von Wasser in den Lungen und zu Herzversagen.

Beim akuten Verlauf steht eine sehr heftige Entzündung des Dünndarms (Jejunum und Ileum) im Vordergrund.

  • Der Kot wird flüssig bis hin zu extremer Blutbeimengung, die ausgeschiedene Fetzen der Darmschleimhaut enthalten kann.
  • Der Geruch ist sehr unangenehm und charakteristisch für Parvovirose.
  • Die Hunde und Katzen zeigen
    • Abgeschlagenheit
    • Bauchschmerzen
    • Appetitlosigkeit und
    • Anzeichen der Austrocknung
    • Untertemperatur oder
    • Fieber bis 41,5° C
    • Erbrechen
    • Leukopenie (Verminderung der weißen Blutzellen) durch den direkten Angriff des Virus auf die Abwehrstrukturen des Darmes.

Die Übertragung findet durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier statt. Aber auch eine indirekte Ansteckung ist möglich durch mit Kot verschmutztes Futter, Stallungen oder als Schmierinfektion. Auch andere Körperausscheidungen können Viruspartikel enthalten und somit infektiös sein.

Das Parvovirus ist sehr resistent in der Umwelt und kann dort bis zu einem halben Jahr überleben und infektiös bleiben. Nur spezielle Desinfektionsmittel können diesen widerstandsfähigen Erreger abtöten.